Seit dem Jahr 2015 sind alle ehemaligen Hauptschulen österreichweit Neue Mittelschulen.

Aufgaben der Neuen Mittelschule:

Die Neue Mittelschule hat die Aufgabe, die SchülerInnen je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit für den Übertritt in weiterführende mittlere und höhere Schulen zu befähigen sowie auf das Berufsleben vorzubereiten. 

Ziel ist es, jede Schülerin und jeden Schüler im Sinne der Chancengerechtigkeit bestmöglich individuell zu fördern. Durch eine fundierte Bildungs- und Berufsorientierung erhalten Schülerinnen und Schüler aufbauend auf ihre Stärken gezielte Beratung, um eine verbesserte Bildungs- und Berufsentscheidung am Ende der NMS sicherzustellen.

Herkunftsklassen:

Alle Kinder einer Volksschulklasse gehen in die gleiche Mittelschulklasse. Das bestehende soziale Gefüge bleibt erhalten. Dadurch fällt den Kindern der Wechsel in die neue Schule leichter, sie können sich langsam an die neue Schul- und Lernumgebung gewöhnen.

Teamteaching:

Zwei Lehrer unterrichten in Deutsch, Englisch und Mathematik in der gleichen Klasse. 
- Vorteile für die SchülerInnen: m
ehr Individualisierung, Verstehensdefizite werden gleich entdeckt, Hilfestellung während des Unterrichts, gleiche Inhalte werden fallweise von zwei Personen erklärt, verschiedene Lern- und Arbeitsformen
- Vorteile für die LehrerInnen: g
egenseitige Beobachtung und daraus resultierender Erfahrungsaustausch, gemeinsame Unterrichtsplanung, Arbeitserleichterung, weniger disziplinäre Schwierigkeiten

Differenzierung und Individualisierung:

Die stressige Zeit der Einstufung in Leistungsgruppen fällt weg. In der Anfangsphase werden die Kinder ausschließlich in der Großgruppe unterrichtet (innere Differenzierung). Räumliche Differenzierung passiert in der Anfangszeit nur fallweise bzw. in den Fördergruppen.
Mit fortschreitender Entwicklung (2., 3. und 4. Klassen) nimmt die Bildung von Lerngruppen zu, es stehen immer zwei Räume für eine Klasse zur Verfügung.

Förderunterricht:

Besonders in den ersten Klassen versuchen wir, durch Förderstunden am Nachmittag, Leistungsunterschiede auszugleichen.

Worauf wir besonders achten:

- Basiswissen soll gefestigt werden
- überlegtes Voranschreiten im Lerntempo
- Aufholen von Defiziten und Festigung von Grundkompetenzen
- ständiges Angebot von Zusatzaufgaben

Kinder-Eltern-LehrerInnen-Gespräche (KEL-Gespräche):

KEL-Gespräche sind Kinder-Eltern-Lehrpersonen-Gespräche, die zumindest einmal im Jahr stattfinden. Schülerinnen und Schüler führen mit ihren Eltern und LehrerInnen gemeinsam ein Gespräch über Lernerfolge, Lernfortschritte und Lernprozesse. Die Kinder werden auf diese Form der Rückmeldung in der Schule vorbereitet. Die KEL-Gespräche stärken das Verantwortungsbewusstsein der SchülerInnen und sorgen darüber hinaus für ein wertschätzendes Schulklima. Im Rahmen der Klassenvorstandsstunde werden die KEL-Gespräche vorbereitet.

Nur noch 2018/19 gilt folgende Leistungsbeurteilung:

In der Neuen Mittelschule gibt es diese Form der Leistungsbeurteilung.

- 1. und 2. Klassen: Das Notensystem wird wie in der Volksschule mit der 5-teiligen Notenskala in allen Unterrichtsgegenständen fortgeführt.
- 3. und 4. Klassen: In D, M und E erfolgt die Beurteilung nach den Bildungszielen einer grundlegenden und vertieften Allgemeinbildung. Die Beurteilung nach dem Bildungsziel der vertieften Allgemeinbildung entspricht der Beurteilung an der AHS-Unterstufe und wird im Zeugnis mit dem Zusatz "vertiefte Allgemeinbildung" ausgewiesen.
Beispiel: Ein "Befriedigend" in Deutsch mit dem Zusatz "vertiefte Allgemeinbildung" ist ident mit einem "Befriedigend" in Deutsch an einer AHS-Unterstufe. Eine negative Beurteilung nach dem Bildungsziel der vertieften Allgemeinbildung gibt es nicht, da in diesem Fall die Schülerin/der Schüler entsprechend dem Bildungsziel der grundlegenden Allgemeinbildung beurteilt wird.

Berechtigungen:

- Aufnahme in eine höhere Schule:

Eine Benotung in D, E und M mit dem Zusatz "vertiefte Allgemeinbildung" im Abschlusszeugnis der Neuen Mittelschule bedeutet, dass der/die SchülerIn automatisch zum Besuch einer höheren Schule berechtigt ist. 

Wenn in einem dieser Gegenstände das Ziel der vertieften Allgemeinbildung nicht erreicht wurde, die Klassenkonferenz jedoch feststellt, dass der Schüler/die Schülerin auf Grund der sonstigen Leistungen den Anforderungen einer höheren Schule gewachsen ist, so ist der/die SchülerIn zum Besuch einer höheren Schule berechtigt. In allen anderen Fällen ist eine Aufnahmeprüfung abzulegen.

- Aufnahme in eine mittlere Schule:

Eine Beurteilung mit der Note "Befriedigend" in D, E und M mit dem Zusatz "grundlegende Allgemeinbildung" im Abschlusszeugnis der Neuen Mittelschule bedeutet, dass der/die SchülerIn automatisch zum Besuch einer 3-jährigen mittleren Schule berechtigt ist. Wenn einer dieser Gegenstände mit "Genügend" benotet wurde, die Klassenkonferenz jedoch feststellt, dass der Schüler/die Schülerin auf Grund der sonstigen Leistungen den Anforderungen einer 3-jährigen mittleren Schule gewachsen ist, so ist der/die SchülerIn zum Besuch einer 3-jährigen mittleren Schule berechtigt. Wenn mehr als ein Fach mit der Note "Genügend" und dem Zusatz "grundlegende Allgemeinbildung" beurteilt wurde, kann eine Aufnahmeprüfung abgelegt werden.

 

EUROPA-Mittelschule bedeutet: besondere Förderung in Sprachen und Informatik


spezielle Sprachförderung
: Möglichkeit zum Erlernen einer zweiten lebenden Fremdsprache in der 3. und 4. Klasse (Französisch)

Englisch als Arbeitssprache in einzelnen Fächern (variabel)

Förderung in Informatik: verpflichtender Informatik-Unterricht von der 1. bis 4. Klasse.
Zusätzlich kann man in der 3. und 4. Klasse im Rahmen der unverbindlichen Übung Informatik den ECDL erwerben.
Dieses Angebot nutzen derzeit etwa 60 - 70 % der Kinder.

 

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